Maurice holt vier Deutsche Meistertitel

Samstag, 25. Mai 2019 um 08:00
3000 Meter, gewonnen in 01:00:00

Maurice holt vier Deutsche Meistertitel an den Bodensee

Der Skatepark in Gross-Gerau bei Frankfurt ist 2019 des Mekka der national und internationalen Speedskating Szene. Mit drei großen Veranstaltungen innerhalb weniger Wochen (dem internationales Speedskating Kriterium Ende April, der Süddeutschen Meisterschaft Anfang Mai sowie der Deutschen Meisterschaft Ende Mai) zeigte der Veranstalter SV Blau-Gelb Gross-Gerau deutlich seine langjährige Erfahrung in der Ausrichtung solcher Events. Eine sehr gute Organisation vor und während den Veranstaltungen sowie das nötige Fingerspitzengefühl für die Details waren der Garant für reibungslose Wettkämpfe. In einem Top Zustand zeigte sich auch die 304m Bahn im Skatepark und versprach schnelle Zeiten und spannende Rennen.

Auch das Wetter spiele dieses Mal mit und verwöhnte die Teilnehmer und Betreuer mit Sonne und warmen Temperaturen. Vergessen war der viele Regen von den zwei Veranstaltungen zuvor.

Landestrainer Bernd Rumpus nominierte vom Speedteam Bodensee Maurice Marosi für die Teilnahme an diesen Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse der Schüler A.

Sein Wettkampfprogram über die drei Tage waren der Geschicklichkeitsparcours am Freitag, die 200m Sprint Verfolgung sowie die 3000m Punkte am Samstag sowie die 300m Ausscheidung am Sonntag.

 

Tag 1 - Freitag:

Am späten Nachmittag starteten die 10 Teilnehmer der Schüler A Herren mit der Vorbereitung auf den Geschicklichkeitsparcours. Die vorherige Auslosung der Starliste ergab, dass Maurice als letzter Skater seinen Parcours in Angriff nehmen durfte. Der Parcours selbst war durchaus anspruchsvoll. Viele enge Richtungswechsel sowie Rückwärtspassagen ließen kaum eine Chance um Geschwindigkeit aufzubauen. Schnelle Beine und ein gutes Gleichgewichtgefühl waren hier der Schlüssel zum Erfolg. Die Bestzeit die es für Maurice zu unterbieten galt lag vor seinem Lauf bei 34 Sekunden. Maurice meisterte den engen Zick-Zack Kurs schnell und ohne Fehler. Im anschließenden Slalom Element konnte er gute Geschwindigkeit aufbauen und diese auch in den Schlussteil mitnehmen. Im Ziel blieb die große Zeitanzeige bei 31,982 Sekunden stehen. - Bestzeit - Der erste Deutsche Meistertitel für Maurice und das Speedteam Bodensee war perfekt. Die Freude über den ersten Titel war riesig.

 

Tag 2 – Samstag:

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen der Sprinter. Nach den 500m Sprints der höheren Altersklassen folgten die 200m Sprint Verfolgungswettbewerbe. In diesem Modus stehen sich immer zwei Skater pro Lauf gegenüber, welche zeitgleich aber auf gegenüberliegenden Geraden starten. Hier waren zunächst Qualifikationen zu laufen um die Startaufstellung für das Finale zu bestimmen. Maurice war im ersten Paar am Start und erzielte 21,571 Sekunden was die zweit schnellste Zeit mit 0,2sek Abstand zur Spitze bedeutete. Das Finale sollte zwei Stunden später ausgetragen werden. Maurice war in der Wartezeit sehr fokussiert und hielt seine Muskulatur warm. Im Finale startete er direkt gegen den zeitschnellsten Skater aus Großenhain. Vom Start weg gab Maurice Vollgas und übersetzte gut in den Kurven. Mit lautstarker Anfeuerung des WRIV Teams blieb die Uhr nach den 200m bei 20,839 Sekunden stehen. Maurice verbesserte seine erste Zeit um 0,73 Sekunden und war auch um 0,54 Sekunden schneller als sein direkter Konkurrent aus Großenhain. Meistertitel Nummer zwei für Maurice. Nach der Siegerehrung war die Überraschung sehr groß als Rainer Keppeler (SK Vorsitzender Inline Fitness und  Speedskating) das Mikrofon übernahm und die Gewinner des Dr. Barbara Fischer Ehrenpreises verkündete. Diese Auszeichnung ging an die Sieger des 200m Sprints der Schüler A (Damen & Herren). Somit ging auch dieser „große“ Pokal an Maurice.

Der Fokus ging anschließend auf die 3000m Punkerennen.

Bernd Rumpus nahm sich viel Zeit um die WRIV - Skater für die anstehenden Punkterennen einzustellen und Taktikvarianten zu besprechen. Der Punktemodus in Gross-Gerau sieht aufgrund der 304m Runde eine Punktevergabe in jeder Runde (1,5 Runden nach dem Startschuss) vor. Das bedeutet für die Skater kaum Zeit zur Erholung. Maurice kontrolliert das Feld vom Start weg. Schnell bildete sich eine 6-köpfige Spitzengruppe. Seine ständigen Tempowechsel vor jeder Punktevergabe stellten seine Konkurrenten jedoch vor sehr große Herausforderungen. Er erzielte durch seine gute Übersicht sowie Renneinteilung 17 von maximal 19 möglichen Punkten und stand bereits mehrere Runden vor Schluss als neuer Deutscher Meister über diese Distanz fest. Der Landestrainer war mehr als zufrieden mit dieser Leistung.

 

Tag 3 – Sontag:

Die Abschließende Disziplin dieser Meisterschaften waren die 300m Ausscheidung. Hier wurden zunächst 3 Qualifikationsläufe gelost um die 8 zeitschnellsten Skater für die Halbfinalläufe zu ermitteln. Maurice gestaltete seinen Qualifikationslauf sehr clever. Nahm rechtzeitig an erster Position liegend das Tempo raus um sich so „Körner“ für die nächsten Rennen zu sparen.

Auch im Halbfinale, wo sich jeweils Platz 1 und 2 für das Finale qualifizieren, fuhr Maurice taktisch klug und konnte sich sicher einen Startplatz im Finale sichern. Im Finale standen insgesamt vier Skater, welche den Titel unter sich ausfuhren. Der Start klappe jedoch bei Maurice, nach eigenen Angaben, nicht perfekt. Er ging an Position 2 liegend in die erste Kurve – attackierte jedoch prompt und konnte sich in Kurve 2 bereits neben dem in Führung liegenden Skater aus Großenhain setzten. Dieser kam Ausgang Kurve 2 ins straucheln und konnte den bereits laufenden Angriff von Maurice nichts entgegensetzten. Dieser ließ sich seine Führung nicht mehr nehmen und fuhr mit 34,488 Sekunden zu seinem vierten Deutschen Meistertitel.

Auch in der Overall Wertung über alle drei Wettkampftage konnte Maurice ein fünftes Mal auf den obersten Podiumsplatz steigen.

Abschließend bleib zu sagen dass nach sechs Jahren, seit dem Gewinn von zweit Deutschen Meister Titeln durch Moritz Scholl im Jahr 2013 in Homburg, endlich wieder ein Deutscher Meistertitel den Weg an den Bodensee gefunden hat. Das es gleich vier werden - hätte wohl niemand gedacht.

 

Ein wirklich großartiger Erfolg.

Ergebnisse

PlatzZeitVRLPunkteGeschw.
M. M.100:00:00100


Kommentare

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Mai 2019
27.05.
Sebastian: Großartig, klasse Leistung! Da darf man gespannt sein was noch kommt!